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Mathematik
Quantenrechnung
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Die Basis der Quantenrechnung ist nicht Boole'sche Logik,
sondern Quantenlogik.
Es gibt bislang keinen geeigneten quantenlogischen Kalkül, vergleichbar
dem klassischen, auf Boole'scher Algebra basierende Logikkalkül.
Es gibt mindestens zwei wesentliche Unterschiede zwischen Quanten- und
Boole'scher Logik.
Der eine ist, dass ein Quantengatter stets reversibel sein muss,
d.h., Ein- und Ausgabe müssen wechselseitig eindeutig voneinander abhängen.
Insbesondere muss die Anzahl der eingegebenen Qubits immer gleich derjenigen
der ausgegebenen Qubits sein.
Ganz anders die Boole'sche Logik, in der die meisten Gatter
mehrere Einabe-Bits und nur ein Ausgabe-Bit haben. Tatsächlich haben alle
grundlegenden binären Operationen der Boole'schen Algebra,
also
∧, ∨, ¬, XOR, NAND, NOR, ..., sind 2-1-Abbildungen, was bedeutet,
dass sie nicht reversibel sind: da nämlich beispielsweise
1 ∧ 0 = 0 ∧ 1 = 0 ∧ 0 = 0 gilt,
kann man von dem Ergebnis “0” nicht zurück schließen, welche Werte die
Eingabe-Bits hatten.3
Ein weiterer Unterschied zwischen Boole'scher und Quantenlogik ist, dass
Quantengatter eine Vektorraumbasis von Qubits, z.B. {|0>, |1>},
auf eine andere, beispielsweise {|0> + |1>, |0> - |1>}
transformieren kann, genauso wie die Basis eines Vektorraums
durch Rotationen und Reflektionen verändert werden kann.
Diese Eigenschaft ist unmöglich in der Boole'schen Logik, in der
jede Operation auf einen der beiden Werte 0 oder 1 abbildet.
Anders gesagt, wird die Basis durch Boole'sche Logik nie verändert.
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